Controlling

 
Sicherheit und Qualität   -   Projektsteuerung und Kontrolle

Die Aufträge und Verträge im Bauwesen haben sich in den letzten Jahren stark geändert.
Um Kosten zu sparen, werden oftmals nicht mehr Architekten und Zivilingenieure  mit der Planung, Ausführung und Überwachung beauftragt.
Bauträger und Generalunternehmer errichten Bauvorhaben schlüsselfertig und führen sämtliche Leistungen von der Planung bis zur Übergabe des fertigen Objektes aus.
Die Folge: Eine unabhängige Bauüberwachung findet nicht mehr statt.

Zudem wird die Bauausführung durch steigende Anforderungen an das Bauwerk, neue Technologien sowie den steigenden Zeit- und Kostendruck zunehmend komplexer.
Die mängelfreie Herstellung eines Bauobjektes wird immer schwieriger ohne einer fachgerechten Kontrolle und Überwachung.
Von Jahr zu Jahr steigt die Anzahl der Baustreitigkeiten die vor Gericht enden.

Im Vorfeld Probleme erkennen und beheben ist der Gedanke einer baubegleitenden Beratung durch Bausachverständige.


Beim Baucontrolling wird der Bauherr schon vor der Vertragsunterzeichnung und bis zur Übergabe des fertigen Hauses beraten, begleitet und betreut.



Ablauf eines Baucontrollings

Eine zweckmäßiger Ablauf beim Baucontrolling gliedert sich in verschiedene Punkte:

Vor der Vertragsunterzeichnung:

  • Die Vertragsunterlagen werden aus technischer Sicht geprüft.
  • So werden unvollständige Unterlagen und Fehler rechtzeitig aufgedeckt.
  • Nachträge (Kostenerhöhungen) werden hierdurch häufig vermieden.
  • Bei unklaren Verhältnissen wird zusätzlich eine juristische Überprüfung des Bauvertrags empfohlen.



Vor dem Baubeginn:

  • Im gemeinsamen Gespräch mit Bauherren und Auftragnehmer zeigt der Sachverständige kritische Punkte des Bauvorhabens auf.
  • Die Erfahrung zeigt, dass der persönliche Kontakt aller Beteiligten für die Beziehung untereinand sehr wichtig ist. Die Akzeptanz wird hierdurch wesentlich erhöht.



Während des Bauablaufs:    

  • In den wichtigen Baufasen begeht der Sachverständige die Baustelle regelmäßig.
  • Es werden Baubesprechungen abgehalten und darüber ein Protokoll erstellt.
  • Er stellt Mängel fest, erstattet schriftlich Bericht und dokumentiert die Mängel. Es wird zur Mängelbehebung aufgefordert.
  • Zu diesem Zeitpunkt ist dies meist noch ohne hohe Folgekosten möglich.


Nach der Fertigstellung:

  • Der Bauherr wird bei der Rechnungsprüfung und Freigabe von Zahlungen beraten.
  • Der Sachverständige berät bei der Bauabnahme.
  • Sie ist ein heikler Punkt im Verlauf des Projektes, weil die Abnahme erhebliche juristische und finanzielle Auswirkungen hat.
  • Zur Bauabnahme kontrolliert der Sachverständige die letzten Arbeiten und überprüft das Ergebnis der Mängelbehebung.